Baubegleitung Mehrkosten, das klingt trocken. Aber wenn plötzlich 15.000 Euro Nachforderung im Briefkasten landen, wird es sehr konkret. Als TÜV-zertifizierter Bausachverständiger mit fast 40 Jahren Erfahrung zeige ich Ihnen, wie Sie das verhindern.
Es ist einer der schönsten Momente im Leben: Sie sitzen mit Ihrem Bauunternehmer oder Architekten zusammen und planen Ihr Traumhaus. Alles ist besprochen, alles ist aufgeschrieben. Sie lehnen sich zurück und wähnen sich in Sicherheit.
Dann kommt der Anruf. Oder der Brief. Oder die Rechnung.
Mehrkosten. Unvorhergesehen. Erheblich.
Wie entstehen unvorhergesehene Mehrkosten beim Hausbau?
Die häufigste Ursache ist nicht Böswilligkeit, sondern das Kleingedruckte. In Bauleistungsbeschreibungen sind bestimmte Leistungen oft explizit ausgenommen, ohne dass Bauherren das beim ersten Lesen bemerken.
Ein klassisches Beispiel aus meiner Praxis: Der Bauvertrag regelt alles, bis auf die Bodenarbeiten. Denn im Leistungsumfang des Bauunternehmers ist die Beschaffung und Verlegung des Bodenbelags nicht enthalten. Das steht dort. Aber eben in einem Nebensatz, in der Mitte eines langen Dokuments, in einer Formulierung die klingt als wäre es Selbstverständlichkeit.
Ergebnis: Der Bauherr muss den Boden selbst organisieren. Material, Handwerker, Koordination. Mehrkosten von 10.000 bis 20.000 Euro sind dabei keine Seltenheit und das bei einem Posten, den er gar nicht auf dem Radar hatte.
Drei Situationen, in denen Mehrkosten besonders häufig entstehen
Eigenleistungen die im Vertrag stehen, aber nicht besprochen wurden Viele Bauverträge setzen bestimmte Eigenleistungen des Bauherrn voraus. Malerarbeiten, Außenanlagen, Elektroinstallationen. Wer das nicht rechtzeitig erkennt, steht plötzlich vor der Wahl: selbst machen oder teuer nachkaufen.
Unklare Leistungsgrenzen zwischen Gewerken Wer ist zuständig, wenn das Dach fertig ist aber die Dachentwässerung noch fehlt? Solche Schnittstellenprobleme zwischen verschiedenen Handwerkern führen regelmäßig zu Nachträgen und die zahlt meistens der Bauherr.
Nachträge durch Planungsänderungen Jede Änderung während des Baus kostet mehr als geplant. Ein verschobenes Fenster, eine andere Badaufteilung, ein nachträglich gewünschter Kamin. Bauunternehmer sind berechtigt, dafür Nachtragsangebote zu stellen. Und diese fallen selten günstig aus.
Was eine professionelle Baubegleitung konkret verhindert
Eine Baubegleitung durch einen unabhängigen Bausachverständigen bedeutet: jemand liest Ihren Vertrag mit dem Blick eines Fachmanns, nicht mit dem Optimismus eines zukünftigen Hausbesitzers.
Konkret prüfe ich als Baubegleiter:
- Die vollständige Bauleistungsbeschreibung auf Lücken und Ausschlüsse
- Alle Leistungsgrenzen zwischen den beteiligten Gewerken
- Die Vollständigkeit des Angebots im Verhältnis zu Ihren Wünschen
- Die Zahlungspläne und Abnahmebedingungen
- Die Qualität der Bauausführung auf der Baustelle in regelmäßigen Begehungen
Der entscheidende Punkt: Ein Baubegleiter arbeitet ausschließlich für Sie. Er hat keine Provisionsinteressen, keine Verbindungen zum Bauunternehmer. Seine einzige Aufgabe ist es, Ihre Interessen zu schützen.
Wann sollte ich einen Baubegleiter beauftragen?
So früh wie möglich. Idealerweise bevor Sie den Bauvertrag unterschreiben. Viele Probleme entstehen nicht auf der Baustelle, sondern am Schreibtisch. Wer einen Sachverständigen erst dann hinzuzieht wenn Mängel sichtbar sind, hat bereits Geld verloren.
Die beste Investition ist eine Baubegleitung von Anfang an: von der Vertragsprüfung über die Rohbauabnahme bis zur Schlussabnahme. Mehr zu unseren Leistungen der Baubegleitung finden Sie auf unserer Website.
Häufige Fragen zur Baubegleitung und Mehrkosten
Was kostet eine Baubegleitung? Die Kosten hängen vom Umfang ab, also wie viele Begehungen vereinbart werden und ob eine vollständige Vertragsprüfung inklusive ist. Die genauen Kosten bespreche wir gern in einer Vorabberatung. In jeden Fall aber: Im Verhältnis zu möglichen Mehrkosten von 10.000 Euro aufwärts ist das eine überschaubare Investition.
Kann ich den Bauvertrag nicht selbst prüfen? Sie können – aber Bauleistungsbeschreibungen sind komplexe juristische und technische Dokumente. Was für einen Laien nach einer Standardformulierung klingt, kann für einen erfahrenen Sachverständigen eine klare Kostenfalle sein.
Ist eine Baubegleitung auch bei Sanierungen sinnvoll? Ja, unbedingt. Gerade bei Sanierungen von Bestandsgebäuden treten regelmäßig Überraschungen auf – zum Beispiel wenn hinter der Verkleidung Schimmel oder Feuchteschäden entdeckt werden, die vorher nicht sichtbar waren.
Das Umweltbundesamt gibt in seinem Schimmelleitfaden einen guten Überblick darüber, welche Schäden bei Sanierungen typischerweise auftreten können.
Gilt das auch für Neubauten vom Bauträger? Besonders dort. Beim Bauträgerkauf haben Sie als Käufer weniger Einfluss auf die Ausführung als beim individuellen Hausbau. Ein Sachverständiger schützt Ihre Interessen – unabhängig vom Verkäufer.
Mein Angebot für Sie
Als Matthias Schepers, TÜV-zertifizierter Bausachverständiger mit fast 40 Jahren Erfahrung, begleite ich Ihr Bauvorhaben von der Vertragsprüfung bis zur Schlussabnahme. Im Münsterland, in Berlin und in Erfurt sowie bundesweit im Rahmen von Bausachverständiger on Tour.
Sprechen Sie mich an, bevor die Rechnung kommt.



